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Sandige Sausen in Finale Ligure

Traditionsgemäß zog es auch dieses Jahr die Zobels um die Osterzeit wieder in das sonnige Mountainbikeparadies Finale Ligure. Diesmal nicht nur mit leicht abweichender Besetzung, sondern auch in bisher noch unbekannter Unterkunft mit neuen Eindrücken und Überraschungen. 

An den ersten Tagen ging es heiß wie gebackene Tomaten auf einer guten italienischen Pizza, direkt standesgemäß auf die Lieblingstrails der Region. Was sich mittlerweile schon fast anfühlt wie heimischer Boden, zeigte bei staubtrockenen Bedingungen allerdings schon schnell ähnliche Tücken wie die Schlammbäder des vergangenen Jahres. Aber da gibts natürlich trotzdem nichts zu meckern, denn das Wetter in diesem Jahr ließ mit strahlendem Sonnenschein und durchgehend knapp 20°C keinerlei Wünsche offen.☀️

Getrieben mit Sonnenenergie wurden so direkt in den ersten zwei Tagen sowohl Höhenmeter als auch Trails ordentlich geschrubbt. Schon an den ersten Tagen zeichnete sich wie immer der Trend ab, den Abend gemeinsam am großen Esstisch mit allerlei Speisen und Getränken (auf der Rangliste der ersten Tage stand Wein noch ganz oben) gemütlich ausklingen zu lassen. Eine wichtige Triebkraft des Genusses und auch in diesem Jahr erstmalig dabei: Genießer Markus! Seine Lebens- und Spaßeinstellung sollte den Spirit des gesamten Urlaubs noch stark prägen. 

Mittlerweile auch Tradition: am Ruhetag Fahrräder kaputt schrauben. Gut, dass unser engagierter Enduro-Fahrer Dominic uns in diesem Jahr nicht nur wieder mit feinster Streckenplanung, sondern auch mit den allerbesten Schraubekünsten bestens versorgte. Da wurde aus einem: „Domi, kann ich mir mal kurz deinen Inbus leihen?“ mal ganz schnell eine zweistündige Schraubesession inklusive Fahrwerksoptimierung und Carbonpaste an Stellen, von denen einige nicht einmal wussten, dass man dort überhaupt Schrauben hat. Und somit konnten auch an den weiteren Trainingstagen mit grunderneuerten Bikes wieder Trails gefetzt werden. 

Ein besonderes Tourhighlight und auch in diesem Jahr erstmals in der Streckenplanung integriert: das abgelegene Hinterland mit Flow-Trails und unberührter Natur. Hier wurden harte Aufstiege mit vielfältigen und eindrucksvollen Landschaften belohnt. Nach diesem Tag und einer wie immer ausgiebigen Mahlzeit (oder mehreren) konnte das Bett auch nur noch in rollender Form erreicht werden.

Je mehr Höhenmeter sich über die Woche angesammelt hatten, desto mehr begannen sich kleine Untertrainingsgruppen zu bilden, mal mit mehr und mal mit weniger Gemütlichkeit. Stichwort Gemütlichkeit: Markus plante sich sowohl an Ruhe- als auch an Trainingstagen immer wieder kleine Schmausigkeiten am Rande ein, sei es der Espresso am Meer oder das Croissant im Altstädtchen. Unverwechselbar dabei waren seine Gemütlichkeitsgesten und -Laute, die eine allgegenwärtige Gelassenheit versprühten. Zudem etablierte sich im Verlauf des Urlaubs der Aperol Spritz als an der Spitze der Lieblings-Spaßgetränke und gehörte damit zur Grundausstattung des abendlichen Schmauses. Und wo wir schon bei Gourmet sind: in der Nähe der neuen Unterkunft befand sich die 4. beste Eisdiele Italiens, die nach den Touren natürlich gerne zum Verweilen einlud. 

In den letzten Tagen wurde Tour-mäßig dann auch nochmal richtig in die Trickkiste gegriffen. Denn der RV Zobel liebt nicht nur das Mountainbiken, sondern ist auch sehr begeisterungsfähig für sonstige Outdoor Sportarten. Und weil nur berghoch fahren dann irgendwann auch langweilig wird, wurde auf der vorletzten Tour dann auch mal locker flockig eine Steigung von knapp 30° erklommen, allerdings dann eben mit Fahrrad auf dem Rücken statt unter den Füßen. Wurde dann aber auch immerhin belohnt mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Meer und die Berge.

Zu einem anstrengenden und genussvollen Trainingslager gehört natürlich auch ein gebührender Abschluss. Und in der neuen Unterkunft wurde das von den Vermietern auch in ganz besonderer Form geboten. Es gab einen All you can eat-Pizzaabend mit allerlei speziellen Pizzen aus der Region inklusive selbstgemachtem Pesto und Gemüse aus dem eigenen Garten. Verdrückt wurden von den auserhungerten Zobels dabei sage und schreibe 20 Pizzen. Da machten selbst die Vermieter große Augen, die bis zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch nie dermaßen lange am Pizzaofen schuften mussten. Damit ermöglichten sie uns aber einen absolut angemessenen Abschluss des diesjährigen Finale Ligure-Aufenthaltes.

Wenn sich auch die Rahmenbedingungen des Trainingslagers immer wieder leicht ändern, dann bleibt doch eins immer gleich: ein starkes Zobelrudel, dass sich gegenseitig pusht und unterstützt und gemeinsam tolle Erinnerungen schafft. In diesem Sinne: Auf in eine spaßige und erfolgreiche Saison 2026! Next Stop: Gardasee Bike Festival in Riva del Garda im Mai.

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